„Aus dem Versuch wird ein Instrument.“
Wie die Stimme des Kunden einen festen Platz im Management bekommt. Eine Geschichte mit Klaus.
Monatsrunde bei Klaus. Silke spricht seit ein paar Wochen mit Kunden und hat die ersten Antworten mitgebracht.
Dann schiebt sie schnell nach.
Beide haben eigentlich andere Jobs zu tun, für das hier ist keine Zeit. Trotzdem brauchen wir dieses Feedback als Managementinstrument.
Was brauchen wir, damit wir regelmäßig darüber sprechen können und es planbar bleibt?
Was ist da gerade passiert?
Erste Kundenfeedbacks sind ein toller Anfang, aber noch lange kein Instrument. Erst wenn sie über einen stabilen Prozess laufen und man sie über Monate vergleichen kann, wird daraus ein echtes Werkzeug.
Dafür braucht es:
- genug Rückmeldungen aus allen Kundengruppen
- wenig manuellen Aufwand beim Einsammeln
- mehrere Kanäle, denn ein Kanal trägt nicht
- Zusammenarbeit über Abteilungen hinweg: jede liefert die Zahlen, die sie hat
- ein System, nicht zehn
Der Score zeigt die Vergangenheit. Lassen Sie ihn bleiben und fragen Sie dazu nach morgen: Was braucht der Kunde künftig?
Fast ein Jahrzehnt habe ich Programme aufgesetzt und gestaltet. Selten scheiterten sie an der Idee, meist an der Zeit, die niemand hatte.
Noch etwas: Wer am Telefon fragt, hört freundlichere Antworten als in der E-Mail. Darum braucht es beide Wege.
Klaus setzt sich mit dem Management zusammen. „Silke, erzähl mal, was du schon hast.“ Silke legt ihre ersten Antworten auf den Tisch.
Parallel fragt er sich: Was wird es wohl brauchen, damit es gut läuft und nicht nur Zeit und Geld frisst? Es muss mehr bringen, als es kostet.
Womit man mindestens startet
Menge
Genug Stimmen aus allen Kundengruppen und Umsatzgruppen.Sie kommen aus dem Alltag: Kundenservice, Vertrieb, Webseite und Netzwerke wie LinkedIn.Methoden
Wenige, mit klarem Zweck.Die NPS-Frage plus zwei, drei CSAT-Fragen. Das ergibt den Score. Dazu der Kontaktkanal. Mehr nicht.Auswertung
Ein kleines Team aus verschiedenen Abteilungen.Die KI legt Scores, Freitext und operative Daten zusammen. Dazu monatlich Stichproben und einmal im Quartal eine feste Voice-of-Customer-Besprechung.So könnte der Weg aussehen
Aus Silkes Versuch ist ein fester Termin geworden: Stichproben jeden Monat, die große Runde jedes Quartal. Die Antworten kommen aus dem Alltag, Silke und Udo werten aus, Klaus hält den Rücken frei. Und Klaus erfährt früher, was der Kunde braucht.
Das können Sie mitnehmen
Wenn Sie wollen, machen Sie es wie Klaus: Schreiben Sie auf, über welche Kanäle Ihre Kunden Ihnen etwas sagen, wer das zusammenführt, wo es besprochen wird und wer die Maßnahmen nachhält.
Wenn Sie ein Thema einmal aus Sicht Ihrer Kunden, Ihres Alltags und Ihrer Zahlen zusammenbringen wollen:
30 Minuten offener Austausch.
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